Grundlagen
- Lesen Sie bitte zunächst die Howto-Grundlagen, welche Sie hier finden.
Prämisse
Sie haben einen funktionierenden Load-Balancer eingerichtet und möchten nun Ihr LDAP-Verzeichnis über diesen von zwei Servern bedienen lassen, wobei sowohl LDAP, wie auch LDAPS-Anfragen möglich sein sollen.
| Dienst | IP Server 1 | IP Server 2 | NetMask | Virtuelle IP |
|---|---|---|---|---|
| LDAP-Server | 192.168.1.100 | 192.168.1.101 | 255.255.255.0 | 10.0.10.50 |
Dieses Howto beschreibt, wie der LB-Verbund zu konfigurieren ist, um einen LDAP-Cluster zu betreiben. Die Konfiguration der sich im Cluster befindenden LDAP-Server wird im LDAP-Cluster-Howto beschrieben.
Voraussetzungen
Sie haben nach den hier zu findenden Angaben eine Load-Balancer eingerichtet.
Software
Damit der Load-Balancer LDAP-Anfragen entgegennehmen und verarbeiten kann, ist es erforderlich, dass das Paket perl-LDAP installiert ist. Ferner benötigt er zur Handhabung von LDAPS-Anfrage das Paket perl-Crypt-SSLeay. Bitte stellen Sie sicher, dass dies bei Ihnen der Fall ist, ansonsten installieren Sie sie wie folgt.
-bash-3.1# yum install perl-LDAP perl-Crypt-SSLeay
Konfiguration
Die Konfiguration des Load-Balancers stellt ebenfalls keine grosse Hürde dar. Im Folgenden wird sie vorgestellt.
Heartbeat
Sie müssen Ihrem Load-Balancer bekannt geben, dass er diese Aufgabe zu bewerkstelligen hat. Fügen Sie hierzu der Datei /etc/ha.d/haresources folgenden Inhalt hinzu, nicht eventuell vorhandenes ersetzen.
fqdn.lb1.mydom.local \
ldirectord::ldirectord.ldap.cf \
LVSSyncDaemonSwap::master \
IPaddr2::10.0.10.50/24/eth0/10.0.10.255
ldirectord.cf mit ldirectord.ldap.cf in Ihrer ha.cf Konfigurationsdatei.
Ldirectord
Nachdem Sie Heartbeat konfiguriert haben, muss nun ebenfalls noch der Ldirectord konfiguriert werden. Hierzu erstellen Sie die Datei /etc/ha.d/ldirectord.ldap.cf und fügen den folgenden Inhalt ein.
checktimeout=10
checkinterval=2
autoreload=yes
logfile="local0"
quiescent=yes
virtual=10.0.10.50:389
real=192.168.1.100:389 gate
real=192.168.1.101:389 gate
fallback=172.22.40.130:389 gate
service=ldap
checktype=10
checkport=389
negotiatetimeout=10
checktimeout=10
scheduler=wlc
login = "uid=ldirectord,ou=Special Users,dc=mydom,dc=local"
passwd = "myPersonalPwd"
request="dc=mydom,dc=local"
receive="dc=mydom,dc=local"
protocol=tcp
virtual=10.0.10.50:636
real=192.168.1.100:389 gate
real=192.168.1.101:389 gate
fallback=172.22.40.130:636 gate
service=ldap
checktype=10
checkport=389
negotiatetimeout=10
checktimeout=10
scheduler=wlc
login = "uid=ldirectord,ou=Special Users,dc=mydom,dc=local"
passwd = "myPersonalPwd"
request="dc=mydom,dc=local"
receive="dc=mydom,dc=local"
protocol=tcp
Ein Wort zum fallback-Parameter. Es ist davon aus zugehen, dass auf Ihren LB-Systemen keine LDAP-Server ausgeführt wird und somit können Sie diese auch einfach weg lassen. Es ist jedoch praktisch, auf den LB selbst einen nur vom LB selber zugänglichen LDAP-Server zu installieren und zu betreiben, welcher im Falle eines Falles alle Anfragen bedient. Selbstverständlich lässt sich auf diese Art und Weise auch ein separater Server einbinden und wer das nötige Kleingeld übrig hat, warum nicht…
Neustart
Zur Übernahme der neuen Konfiguration müssen Sie Ihren Load-Balancer neu starten.
-bash-3.1# /etc/init.d/heartbeat restart
oder, wenn Sie allen Anweisungen im LB-Howto gefolgt sind:
-bash-3.1# rcheartbeat restart